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Spanien
Spanien
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Spanien liegt auf der Iberischen Halbinsel und ist vom Mittelmeer, vom Atlantik sowie vom Golf der Biscaya umgeben. Es umfasst die unterschiedlichsten Regionen und weist eine grosse landschaftliche Vielseitgkeit auf. Im Norden ist es eher feucht und grün, während das Landesinnere über endlose Weiten verfügt und eine geringe Bevölkerungsdichte aufweist. Die Regionen am Mittelmeer präsentieren sich fruchtbar und lichtdurchflutet, und im heissen, trockenen Süden locken prachtvolle andalusische Städte wie Sevilla oder Granada und traumhafte Badestrände. Zu Spanien gehören auch die beiden Inselgruppen der Balearen und der Kanarischen Inseln.
Das Land hat einiges mehr im Angebot als Paella, Flamenco, Fiestas und Stierkämpfe. Neben herrlichen Landschaften warten auch beeindruckende kulturhistorische Schätze, vor allem im Süden des Landes, wo die Mauren ihre Spuren hinterlassen haben.
Als ehemalige Grossmacht finden sich auf der halben Welt Überbleibsel der spanischen Kultur, und Spanisch gehört heute nach Chinesisch und Englisch zu den meistgesprochenen Sprachen überhaupt.
Geniessen Sie bei einem Sprachaufenthalt in Spanien das gemütliche Lebensgefühl und die feurige Musik und lassen Sie sich von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Einheimischen überraschen.
Spanien verfügt über viele bedeutende historische Stätten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Städte, Baukomplexe und einzelne Bauwerke ergeben zusammen einen der bedeutendsten kulturellen Schätze der Welt. Die jahrhundertelangen Kämpfe zwischen Mauren und Christen um die Vorherrschaft auf der Iberischen Halbinsel haben die Kultur und Kunst entscheidend geprägt.
Vor allem in Andalusien stösst man auf prächtige Kunstwerke der Mauren. Auf keinen Fall sollten Sie sich die Alhambra in Granada entgehen lassen. Diese imposante Burganlage gilt als eines der Meisterwerke islamischer Baukunst.

Kunst und Architektur
Aus Spanien stammen einige weltberühmte Künstler. So wurde der bekannte Maler, Grafiker und Bildhauer Pablo Picasso in Málaga geboren. Seine Werke haben die moderne Kunst stark geprägt. Die bekanntesten können heute unter anderem im Museo Picasso in Málaga, im Museu Picasso in Barcelona und in der Reina Sofia in Madrid bewundert werden.
Salvador Dalí, einer der bedeutendsten surrealistischen Maler überhaupt, hat in seiner Geburtsstadt Figueres nahe Barcelona sein Museum errichtet. Der Architekt Antonio Gaudí war einer der wichtigsten Vertreter des Modernismo, einer katalanischen Art des Jugendstils. Er baute unter anderem die bekannte Sagrada Familia, die Casa Milà und den Parque Güell in Barcelona, die heute viele Kunstinteressierte aus der ganzen Welt anlocken.

Traditionen
Spanien ist bekannt für seine traditionellen Stierkämpfe oder «Corridas», die dort noch heute weit verbreitet sind. Vor allem in Andalusien, aber auch im Baskenland finden diese Kämpfe häufig statt. Unter Einheimischen wie Touristen gibt es jedoch auch viele Gegner des Stierkampfes.
Der Flamenco besteht aus Gesang, Gitarrenspiel und Tanz. Geprägt wurde die Flamenco-Muiks auch von den spanischen Zigeunern, den «Gitanos». Heute gehört der Flamenco zur spanischen Kultur und wurde von verschiedenen Künstlern an die moderne Musik angepasst, hat jedoch nichts von seiner Leidenschaft und Lebendigkeit verloren. Den «reinrassigen» Flamenco trifft man vor allem in Andalusien (Málaga, Jaén, Sevilla und Córdoba) und in Madrid an.
Natürlich ist Spanien auch für seine vielen Fiestas bekannt. Praktisch jede Stadt hat ihre traditionelle «Feria» und viele andere Feste, die häufig einen religiösen Hintergrund haben.
Spanien ist in drei Landschaftsformen unterteilt: Den eher regenreichen Norden mit seinen ausgedehnten Laubwäldern und fruchtbaren Feldern, das Hochplateau «Meseta», auf dem sich auch Madrid befindet, und den eher trockenen Süden.
Auf dem trockenen Boden in Südspanien gedeihen mehrheitlich Nadelwälder. Bekannt ist der Süden aber vor allem auch für seine Olivenbäume. 54% der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, wobei oft bewässert werden muss. Angebaut werden vor allem Getreide (Weizen und Reis), Gemüse, Oliven, Weintrauben (Rioja), Zuckerrüben und Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen.
Die noch relativ junge Demokratie Spaniens ist etabliert und stabil. Für den Monarchen und seine Familie interessiert sich vor allem die Regenbogenpresse. Der Zusammenhalt des Landes ist Gegenstand ständiger Diskussionen. Konkret geht es aber nur um Zugeständnisse in Kultur- und Finanzpolitik an die einzelnen Regionen.
Die Terrorbedrohung durch die Reste der baskischen Untergrundorganisation ETA sollte nicht überschätzt werden. Attentate sind rar und meistens vorangekündigt, da es der Gruppe im Grunde um medienwirksame Auftritte geht.
Nach den Iberen und Römern, die in der Antike das warme und fruchtbare Spanien bevölkerten, schafften es die nachfolgenden Westgoten nicht, die vorzügliche römische Infrastruktur (Strassen, Aquädukte, Städte und Wein) zu nutzen, teilten das Land in Kleinstaaten und liessen sich im 8. Jahrhundert innerhalb von hundert Jahren von den aus Marokko kommenden Arabern vertreiben. In dem nun errichteten Reich Al-Andalus wechselten sich Herrscher, Unterdrückte und diverse Tendenzen mehrmals ab. Unbestreitbar aber brachte es die kulturelle und landwirtschaftliche Hochkultur mit sich, die sich in Europas südwestlicher Ecke bis ins 13. Jahrhundert hielt. Architektur, Kunst, Küche und sprachliche Reste überdauerten auch die Rückeroberung durch die Christen, die mit dem Fall der Alhambra in Granada im Jahre des Kolumbus (1492) als abgeschlossen gilt. Damit war auch der Beginn des Weltreiches Spanien gegeben, in dem unter Carlos V. «die Sonne nie unterging». Südamerika wurde leer geplündert, während die Landwirtschaft in Spanien stagnierte und das Land nach und nach in zahlreiche Kriege verwickelt wurde. Diese entstanden aus den Streitereien zwischen den europäischen Königshöfen und deren Allianzen sowie der mächtigen katholischen Kirche. Währenddessen befreiten sich Spaniens Kolonien, sodass Spanien nach dem Verlust von Kuba und den Philippinen am Ende des 19. Jahrhunderts ohne Kolonien und ohne König blieb. Eine zerrüttete Zeit zwischen Demokratien und Militärjuntas folgte dem «desastre».
Den ruinösen und grausamen Spanischen Bürgerkrieg von 1933 bis 1936 gewann der faschistische General Franco mit der Hilfe von Nazideutschland. Das von ihm als erzkatholische, zentralistische Militärdiktatur geführte Spanien hielt sich danach zwar aus dem Zweiten Weltkrieg weitgehend heraus, unterdrückte aber auf unzimperliche Weise die Opposition und liess das Land, im Vergleich zu Nachkriegseuropa, weitgehend verarmen. Obwohl sich bereits seit den 50er-Jahren Touristen an Spaniens Stränden tummelten, gelang den Spaniern der wirtschaftliche Anschluss an Europa erst nach Francos Tod im Jahre 1975, als König Juan Carlos die Demokratie tatsächlich wieder einführte und Spanien bald darauf der Europäischen Union beitrat. In einem Vierteljahrhundert hat sich Spanien zu einem der führenden und wirtschaftlich stärksten Mitglieder entwickelt, und das kulturelle Leben ist zu neuer, innovativer und vielfältiger Blüte gekommen.
Das Freizeit- und Sportangebot in Spanien ist nahezu grenzenlos. Ganz egal, ob Sie an Sonne, Wind oder Wasser Gefallen finden, ob Sie die Ruhe beim Wandern in abgeschiedenen Gegenden suchen, ob Sie bergsteigen oder sogar Ski fahren möchten – das Richtige ist bestimmt dabei.
Küstengebiete mit verheissungsvoll klingenden Namen wie Costa Blanca, Costa del Sol, Costa de la Luz und Costa Brava versprechen entspannten Strandurlaub.
Auch kulturell kann Ihnen Spanien einiges bieten. Erfreuen Sie sich am Flamenco-Tanz, besuchen Sie die zahlreichen Plätze, Paläste, Parks und Gärten. Auch Nachtschwärmer kommen nicht zu kurz, denn es warten zahlreiche Clubs und Bars.
Lassen Sie es sich gut gehen während Ihres Aufenthaltes – das sprühende Temperament der Spanier wird Sie anstecken.
Paella, Tapas und Tortilla – das sind die bekanntesten spanischen Gerichte. Eine landestypische Küche gibt es in Spanien weniger, vielmehr zeichnen sich die einzelnen Regionen durch eigene Gerichte und Spezialitäten aus.
An jeder Ecke findet man die typischen Tapas-Bars. Tapas sind kleine Happen oder Gerichte, die zu einem Glas Wein oder Bier bestellt werden. Die Auswahl reicht von Oliven und verschiedenen Käsesorten über Meeresfrüchte bis hin zu Schinken, Wurst, Garnelen mit Knoblauch oder gar Kutteln. Die bekannten Tortilla Española sind einfache Omeletten mit Kartoffeln und Ei. Die Paella stammt ursprünglich aus Valencia, wird aber im ganzen Land gegessen. Sie besteht aus Reis, Fleisch, Gemüse und Safran, der ihr die leuchtend gelbe Farbe verleiht.
Erfrischend ist der typisch andalusische Gazpacho, eine kühle Tomatensuppe mit Gurken, Paprika und eingeweichtem Brot.
Im Allgemeinen ist Spanien auch für seine mediterranen Gerichte bekannt. Vor allem Fisch und Meeresfrüchte werden auf die verschiedensten Arten zubereitet. Auch das Fleisch in der Paella wird häufig durch Meeresfrüchte ersetzt. In der kalten Küche finden oft Käsesorten wie der Roncal oder der Manchego Verwendung. Überall im Land werden hochwertige und aromatische Wurstsorten hergestellt. International bekannt sind der Serrano-Schinken oder die Chorizo, eine würzige Paprikawurst.
Als Getränk zu einem typisch spanischen Gericht schmeckt am besten ein spanischer Rotwein. Einer der bekanntesten unter ihnen ist der Rioja. Beliebt ist aber auch der Bodega. Ein speziell für Touristen kreiertes Getränk ist der Sangria. Da der pure Rotwein den britischen Gästen zu sauer war, wurde er einfach mit Früchten und anderen Zutaten verfeinert. Auch Sherry aus Jerez und die süsse Mandelmilch «Horchata» sind spanische Spezialitäten. Da viele Spanier auch in der heissen Jahreszeit nicht auf den obligaten Kaffee verzichten wollen, wird dieser eben mit Eiswürfeln getrunken. Eine durchfeierte Nacht wird gern in der Früh mit den typischen frittierten und in Schokolade getunkten Churros abgeschlossen.
Sprachaufenthalt Spanien
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