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Ecuador ist mit 256'370 km2 etwa sieben Mal grösser als die Schweiz – und doch ist es das kleinste Land der Anden. Die diversen kontrastreichen Regionen und Schönheiten Südamerikas sind daher meist in einer Tagesreise erreichbar.
In Ecuador finden Sie vier verschiedene Klima- und Kulturzonen. An der Küste herrscht ein tropisches Klima; Regenzeit ist von Januar bis April. Diese Gegend ist geprägt von Stränden, Fischerdörfern und der tropischen Lebensfreude.
In der Sierra, den Andentälern, herrscht auf 2400 Metern das ganze Jahr über ein frühlinghaftes Klima. Hier kann man indianische Märkte und Städte erkunden, wo der Kolonialstil noch unübersehbar ist.
Im Oriente, dem Regenwaldgebiet, ist die Reise in den amazonischen Dschungel leichter als in anderen Andenländern, weil die Distanzen kleiner und die Verkehrsverbindungen besser sind.
Die Galapagos Inseln haben ganz besondere klimatische Bedingungen, was viele Naturfreunde anlockt. Unter anderem tummeln sich hier Leguane, Seelöwen, und Pelikane.
Neben der Schönheit des Landes können Sie sich auch von der Herzlichkeit und der Gastfreundschaft der Ecuadorianer überzeugen.
Kulinarisch ist Ecuador für seine Suppen und Eintöpfe bekannt. Hauptnahrungsmittel sind Schweinefleisch, Poulet, Maistortillas, Reis, Eier und Gemüse. Auch Meeresfrüchte findet man häufig auf dem Menu. Eine typische Spezialität ist der «caldo de patas», eine Suppe aus Rinderfüssen, und «cuy», geröstetes Meerschweinchen. Vor allem an der Küste trifft man zudem immer wieder auf Kochbananenchips – sogenannte «patacones».
Ecuador ist ein multikulturelles und multiethnisches Land. Von den ca. 13.5 Millionen Einwohnern sind um die 35% Indigenas, 45% Mestizen (Nachkommen aus Verbindungen zwischen Indigenas und Spaniern), 10% Weisse und 10% Afro-Ecuadorianer. Regional gibt es jedoch grosse Unterschiede. Im Hochland ist der Anteil der indigenen Bevölkerung besonders hoch. An der Küste entlang unterscheidet sich die nördliche Bevölkerung stark von der südlichen. Die Provinz Esmeraldas im Norden hat den höchsten prozentualen Anteil an Afro-Ecuadorianern. Südlicher leben mehr Mestizen.
Die präkolumbianischen Bewohner Ecuadors sind berühmt für ihre imposanten kunsthandwerklichen Arbeiten (Töpferei, Malerei, Bildhauerei, Gold- und Silberschmiedekunst). Die Spanier lehrten die einheimischen Künstler die koloniale Religionskunst, welche später ersetzt wurde durch Arbeiten, die z.B. die Helden der Revolution darstellten. Heute zählen neben Keramik und Schmuck auch Web-, Korb- oder Lederarbeiten zu den typischen Souvenirs des Landes.
Unverwechselbar ist die traditionelle Musik der Anden, welche vor allem durch Blas- und Percussionsinstrumente geprägt ist.
Das Hauptmerkmal Ecuadors sind die Anden, welche sich von Norden nach Süden erstrecken. Durch sie wird das Festland in drei Regionen unterteilt: Die Pazifikküste, das Hochland und das Amazonastiefland. Die vierte Region bilden die Galapagos Inseln (1'000km vom Festland entfernt), welche vulkanischen Ursprungs sind.
Ecuador gilt als eines der abwechslungsreichsten Länder der Erde, was auf die gegensätzliche Topographie und die verschiedenen Höhenlagen zurückzuführen ist. Und das, obwohl Ecuador mit 256'370 km2 der kleinste Andenstaat ist. Neben tropischen Berg- und Nebelwäldern, welche die Andenkette bedecken, findet man ab ca. 3’500 Metern Hochsteppen; noch höher kommt dann das ewige Eis. Im Norden trifft man im Tiefland auf tropischen Regenwald und Richtung Süden auf Dornensavanne, die schliesslich in Halbwüste übergeht. Aufgrund der regionalen Vielfalt gibt es in Ecuador über 20'000 Arten von Pflanzen!
In den Anden leben unter anderem Lamas, Alpakas (Gattung der Lamas) und Kondore. Exotische Tiere sind im Regenwald zu Hause, zum Beispiel Jaguare, Affen, Schlangen und verschiedene Vogelarten. Die Galapagos Inseln sind für Riesenschildkröten, Echsen und unzählige Vogelarten bekannt.
Aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.eda.admin.ch.
Ecuador gehörte bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts zum Inkareich. Es wurde zu einer spanischen Kolonie, nachdem das Land 1533/34 von den Spaniern erobert worden war. 1809 begannen dann die Unabhängigkeitskriege, die 1822 zum Sieg über die Spanier führten. 1830 wurde das Land schliesslich zur Republik Ecuador erklärt, doch auch später kam es immer wieder zu Bürgerkriegen und Unruhen.
1942 verlor das Land Gebiete im Osten an Peru. Zwischen 1972 und 1978 regierten mehrere Militärdiktaturen, bevor das Volk 1978 für eine neue Verfassung stimmte und das Land zur Demokratie zurückführte.
1995 gab es militärische Auseinandersetzungen wegen des Konfliktes um die Grenze mit Peru. Dieser konnte nach drei Jahren friedlich gelöst werden.
Auslandverschuldung und Inflation nahmen immer mehr zu, bis die ökonomische Krise im Jahr 1999 zu Massenprotesten führte und ein Jahr später schliesslich Ausnahmezustand verhängt wurde. In diesem Jahr wurde Präsident Jamil Mhuad von linksgerichteten Militärs in einer seltenen Allianz mit indigenden Gruppen gestürzt.
Im Jahr 2000 wurde die Landeswährung Sucre trotz Protesten zugunsten des US-Dollars abgeschafft.
Ob Schnorcheln auf den Galapagos Inseln, Trekking im Dschungel, Wandern auf Vulkanen, Baden im Thermalwasser oder Shoppen auf Märkten – Ecuador bietet vielfältige Abwechslung. |
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Neben tropischem Regenwald und Küstenlandschaft findet man in Ecuador auch Gebirgszüge und Vulkane in mehr als 6'000 m.ü.M. Neben tropischem Regenwald und Küstenlandschaft findet man in Ecuador auch Gebirgszüge und Vulkane in mehr als 6'000 m.ü.M. |