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Neuseeland
Neuseeland
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«Haere mai!»
Traumziel Neuseeland – das schönste Ende der Welt. Aotearoa, das Land der langen weissen Wolke, wie Neuseeland von den Māori genannt wird, ist ein Land voller Kontraste und von beeindruckender Schönheit. Auch wenn die Reise lang ist, sie wird sich mehr als lohnen. Die 4,2 Millionen Einwohner verteilen sich auf die Nord- und Südinsel, die durch die Cook-Strasse getrennt sind.
Nicht nur die aussergewöhnliche Flora und Fauna machen den besonderen Reiz des Landes aus. Auch die unterschiedlichsten Landschaften, die von Gletschern und schneebedeckten Hochgebirgen, spektakulären Fjorden, weissen Sandstränden, Vulkanen und Geysiren bis hin zu tropischen Wäldern und Halbwüsten reichen, werden Sie begeistern. Trotz all der Naturschönheiten sollten Sie sich aber auch genügend Zeit für die Besichtigung der Städte nehmen, die Ihr Neuseeland-Erlebnis mit kulturellen Highlights ergänzen. Die in einer Hafenbucht gelegene Hauptstadt Wellington mit dem Nationalmuseum «Te Papa» ist ebenso einen Besuch wert wie Auckland, die Stadt der weissen Segel, die Sie mit ihrer charmanten Mischung aus kolonialer und moderner Stadtarchitektur verzaubern wird.
Lassen Sie sich vom Land der «Kiwis» und der neuseeländischen Gastfreundschaft verzaubern. Ihr Sprachaufenthalt wird noch lange nachwirken.
Die neuseeländische Esskultur ist stark von der englischen Kolonialherrschaft geprägt, und auch heute gibt es beispielsweise an jeder Strassenecke Fish & Chips. Trotzdem hat sich eine eigenständige neuseeländische Küche herausgebildet, die sowohl europäische als auch asiatische Einflüsse aufgenommen hat und diese mit einheimischen Produkten kombiniert. Fleisch, frisches Gemüse und Früchte zählen zu den Hauptbestandteilen der neuseeländischen Gerichte. Ein Grossteil der Landwirtschaft besteht aus der Schafzucht, was sich auch auf der Speisekarte auswirkt. Sie bekommen in Neuseeland ausgezeichnetes Lamm- und Rindfleisch. Die Qualität des Fleisches ist auf die Haltung der Tiere zurückzuführen, die hauptsächlich auf Weiden mit frischem Gras gehalten werden. Ein wichtiger Nahrungslieferant ist auch der Pazifische Ozean mit seiner grossen Vielfalt an Fischen. Ebenso beliebt sind diverse Wildgerichte.
Eine Besonderheit ist das traditionelle Hangi der Maori, bei dem Fleisch und Gemüse in Blätter eingewickelt im Erdofen gegart werden.
Als ein typisches Dessert gilt Pavlova. Die Süssspeise besteht aus einer mit Sahne und Früchten gefüllten Torte aus einer Baisermasse, die sowohl in Neuseeland als auch in Australien als ein Nationalgericht angesehen wird. Beide Länder beanspruchen die Erfindung der Süssspeise für sich. Fest steht, dass die Torte nach der russischen Ballerina Anna Pawlowa benannt wurde, die Ende der 1920er-Jahre in beiden Ländern Gastauftritte hatte.
Den grössten Teil der Bevölkerung machen Neuseeländer europäischer Abstammung, genannt Pākehā, aus. Diese Volksgruppe stammt grösstenteils von den Britischen Inseln, aber auch aus Deutschland, Italien, Polen, den Niederlanden und zahlreichen weiteren europäischen Staaten, und macht etwa 67,6% der Gesamtbevölkerung aus. Die zweitgrösste Bevölkerungsgruppe bilden die polynesischstämmigen indigenen Einwohner Neuseelands, die Māori, denen sich 14,6% der Bevölkerung zugehörig fühlen. Weiter sind auch viele Asiaten in Neuseeland wohnhaft. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prägten grösstenteils die europäischen Einwanderer die Kultur Neuseelands. Die meisten Immigranten wanderten aus dem «Mutterland» Grossbritannien ein. Dabei gibt es bedeutende regionale Unterschiede: Der Südteil der Südinsel zum Beispiel ist vornehmlich schottisch geprägt. So soll es in Neuseeland mehr Dudelsäcke geben als in Schottland. In den letzten Jahrzehnten erlebte schliesslich auch die Māori-Kultur einen Aufschwung. Ausserdem verzeichnete das Land grosse Einwanderungsströme von den Pazifischen Inseln und – vor allem in den letzten Jahren – aus Süd-, Ost- und Südostasien. Diese ethnischen Gruppen leben hauptsächlich im Süden des Grossraums Auckland. Folglich treffen in Neuseeland verschiedenste Kulturen aus dem pazifischen Raum auf die westliche Lebensweise Grossbritanniens, zu dem das Land immer noch eine starke Bindung hat.
Die Māori besitzen eine ausgeprägte Erzählkultur mit zahlreichen Sagen und Geschichten, die rein mündlich weitergegeben wurden. Seit der Verschriftlichung der Sprache wurden viele von ihnen niedergeschrieben und sind teilweise auch in deutscher Übersetzung erschienen. Wichtige Motive der Mythen sind unter anderen die Entstehung der Welt und Neuseelands. Letztere ist untrennbar verbunden mit der Geschichte des Halbgottes Maui, der Neuseeland aus dem Meer angelte. Andere Geschichten erzählen von der Reise Kupes, der Neuseeland für die Menschen aus Hawaiki entdeckte, und der Besiedlung des Landes, aber auch vom Leben der Māori im modernen Neuseeland. Auch wenn Veröffentlichungen in der Sprache Māori zunehmen, ist ein Grossteil der neuseeländischen Literatur in Englisch verfasst. Die frühesten Schriftstücke über Neuseeland sind die Berichte der europäischen Entdecker, insbesondere die Tagebücher von James Cook, die er bei seinen drei Reisen in den Pazifik führte, sowie der Reisebericht von Georg Forster, der Cook auf dessen zweiter Pazifik-Reise begleitete.
Neuseeland ist eine Demokratie. Im Land herrscht weitgehend politische Ruhe und Stabilität.
Historisch betrachtet ist Neuseeland ein junges Land und einer der letzten grossen Flecken Erde, die der Mensch betrat. Lange war die Insel unbewohnt, bis sie vor etwa 1'100 Jahren von polynesischen Einwanderern, Māori genannt, besiedelt wurde. In Kanus ruderten sie über den weiten Pazifik, um in Neuseeland neuen Lebensraum zu finden. 1642 entdeckte Abel Tasman als erster Europäer das Land und nahm es unter dem Namen «Staten Landt» für die holländische Krone in Besitz. Er betrat selbst aber nie neuseeländischen Boden, und bei dem Versuch, einen Teil seiner Besatzung mit einem kleinen Boot an Land zu schicken, kam es zu mehreren Missverständnissen, aufgrund derer vier Männer seiner Mannschaft getötet wurden.
1769 umsegelte dann Capitain James Cook die Inseln und nahm sie für die britische Krone in Besitz. In den Jahren danach kamen überwiegend Wal- und Robbenfänger und Missionare nach Neuseeland. Sie pflegten einen ausgeprägten Kontakt zu den Māoris. Mit den europäischen Einwanderern kamen aber auch Waffen und Krankheiten in das Land. Bei den häufigen Kriegen zwischen den einzelnen Māoristämmen gab es Tote, und viele Māoris starben aufgrund der neuen Krankheiten.
Mit der Unterzeichnung des Vertrages von Waitangi schufen die britische Regierung und die Māori 1840 eine partnerschaftliche Basis für die zukünftige neuseeländische Nation. Die Māori erhielten Land- und Waldbesitz sowie die Fischrechte garantiert und wurden den britischen Bürgern gleichgestellt. Seit 1907 weitgehend autonom, erhielt das Land 1931 die Souveränität, welche 1947 endgültig bestätigt wurde.
1975 wurde das Waitangi-Tribunal eingesetzt. Im Zuge dessen erhielten die Māoris sowohl finanzielle Entschädigungen als auch Land. Ein grosser Teil dieser Zahlungen wird für die Bildung und Gesundheit der Māori verwendet.
Neuseeland ist ein wahres Naturparadies. Da die beiden Inseln für ihre Grösse sehr dünn besiedelt sind, gibt es viel Bewegungsfreiheit und praktisch keine überbevölkerten Gebiete.
Das Freizeit- und Sportangebot bietet eine Fülle an Möglichkeiten. Die Neuseeländer lieben Aktivitäten in der freien Natur. Entdecken Sie in den Nationalparks unbekannte Tiere und Pflanzen, entspannen Sie sich an den Stränden und Flüssen oder erkunden Sie Wälder und Berge. Wenn Sie sich sportlich betätigen möchten, stehen diverse Herausforderungen bereit. Auf dem Programm stehen Kajakfahren, Mountainbiken, Surfen, Segeln, Wandern, Skifahren, Fallschirmspringen, Bungee-Jumping, Canyoning, das Schwimmen mit Delfinen und vieles mehr. Der Nationalsport in Neuseeland ist eindeutig Rugby, das von vielen aktiv gespielt wird und bei dem fast jeder gerne zusieht.
Geniessen Sie auch die Ruhe und tanken Sie Energie in der eindrücklichen Natur, um sich danach wieder ausgiebig ins städtische Treiben zu stürzen, wo ein breites kulturelles Angebot mit Museen, Theatern, Kinos, Konzerten, Festivals und viele Geschäfte zum Einkaufen sowie Restaurants für kulinarische Zwischenstopps warten.
Bedingt durch die isolierte Lage Neuseelands, konnte sich eine einzigartige Vegetation und Fauna entwickeln. Viele der hier ansässigen Tiere und Pflanzen finden Sie sonst nirgendwo auf der Welt. Der Ausdruck «Kiwi» ist nicht nur eine Bezeichnung für alle Neuseeländer, sondern auch für das Nationaltier und die Nationalfrucht. Die Kiwifrucht und der Farn sind typisch für die neuseeländische Vegetation. Grosse Teile des Landes sind mit Nadelwäldern und in Meeresnähe mit grossen Palmen bewachsen.
Der tierische Kiwi ist eine Art Vogel, der stark zurückgebildete Flügel hat und einen ganz besonderen Schnabel besitzt, um seine Nahrung tief unter der Erde suchen zu können. Die Eier des Kiwi scheinen im Vergleich zu seinem Körper sehr gross zu sein, da der Kiwi im Laufe der Evolution kleiner geworden ist, seine Eier jedoch dieselbe Grösse behalten haben. Man bekommt das Tier allerdings eher selten zu Gesicht – im Gegensatz zu den Millionen von Schafen, welche die Bevölkerungszahl Neuseelands um das zehnfache übersteigen.

Sprachaufenthalt Neuseeland Die wohl bekannteste Frucht Neuseelands
Die wohl bekannteste Frucht Neuseelands
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