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Argentinien
Argentinien
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Argentinien – das Land des Tango, der Melancholie, der Lebensphilosophie und der Kontraste. Ein abenteuerliches Land, das Träume weckt, Träume endloser Weite und Abgeschiedenheit. Das zweitgrösste Land Südamerikas umfasst alle Klimazonen; von den Subtropen bist zur Polarzone. Das Land in seiner ganzen Vielfalt, mit seiner unendlichen Weite und Wildheit sowie seinen einzigartigen Landschaften, ist ein Eldorado für Naturliebhaber. Ob in den wilden Berglandschaften Patagoniens, im Hochgebirge der Anden, an den Wasserfällen von Iguazu oder im Weingebiet Mendoza – das Land bietet allen etwas. Ausserdem erfreuen sich Touristen aus der ganzen Welt am tiefen Preisniveau. Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires zählt mit einem unvergleichlichen kulturellen Angebot und einem weltbekannten Nachtleben zu den faszinierendsten Städten des Kontinents. Die Hauptstadt des Tango ist auch bekannt als «das Paris des Südens» und ist eine faszinierende Kombination aus europäischer Moderne und lateinamerikanischem Temperament und Charme.
Nicht nur die Menschen Argentiniens haben die unterschiedlichsten Wurzeln, auch die Küche ist von verschiedenen Ländern Europas beeinflusst. Besonders italienische Gerichte wie Pizza und Pasta findet man auf praktisch jeder Speisekarte. Das Land ist ausserdem bekannt für seine Rinderzucht. Dies widerspiegelt sich auch in den vielen Gerichten, die mit Rindfleisch zubereitet werden. Dabei gibt es noch regionale Unterschiede; im Nordwesten des Landes ist beispielsweise eine eigenständige Küche mit Gerichten aus Mais und Reis und eine pikantere Zubereitungsweise typisch.
Eines der beliebtesten Gerichte ist der Asado – die Grillmahlzeit. Man grillt häufig und gerne in Argentinien, meist in Gesellschaft von Familie oder Freunden.
Buen provecho!
Jorge Luis Borges, einer der bedeutendsten argentinischen Schriftsteller, sagte einst, dass der Argentinier ein Italiener ist, der Spanisch spricht und gerne Engländer wäre. Diese Aussage beschreibt den argentinischen Mix aus Menschen verschiedener europäischer Länder, welcher sich in der Kultur des Landes deutlich bemerkbar macht. Mehr als 90% der ca. 40 Millionen Argentinier stammen nach der offiziellen Statistik von eingewanderten Europäern ab. Diese waren vor allem Italiener (ca. 35%) und Spanier (ca. 30%). Vor dem Eintreffen der Spanier lebten ca. 30 Ethnien in Argentinien. Heute bildet nur noch eine Minderheit der Bevölkerung Nachkommen dieser indigenen Völker (ca. 1 bis 1.5 Millionen).
Ein gesamtkulturelles Phänomen ist der Tango. Er erklärt die kulturelle Identität der Argentinier, vor allem der Porteños aus Buenos Aires.
Auch im Bereich der Literatur, des Theaters und des Films hat Argentinien einiges zu bieten. Ausserdem sind die Argentinier eines der fussballbegeistertesten Völker der Welt. Weitere beliebte Sportarten sind Rugby und Pferdesport (z.B. Polo).

Die Vegetation und Tierwelt variieren innerhalb Argentiniens aufgrund der unterschiedlichen Klimazonen stark.
Im Norden findet man in den tropischen und subtropischen Regenwäldern eine Vielzahl von tropischen Pflanzen. Der Gran Chaco, der sich ebenfalls im Norden befindet, zeichnet sich durch die savannenartige Vegetation aus. Der Süden und Osten des Chacos hat ein milderes Klima und wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Das typische Bild der Pampa zeigt ausgedehnte Graslandschaften mit ein paar wenigen Baumarten.
In der Gegend um die Anden und Feuerland findet man ausgedehnte Nadelwälder. In den höheren Lagen der nördlichen Anden entdeckt man Halbwüsten mit vielen Kakteen und Dornbüschen.
Besonders im tropischen Norden findet man eine sehr variantenreiche Tierwelt: Affen, Jaguare, Pumas, Waschbären, Tapire und verschiedene Reptilien sind nur eine Auswahl. Unter den Vogelarten sind Kolibris, Flamingos, Tukane und Papageien vertreten, in den Flüssen findet man unter anderem Piranhas.
Typische Tiere der Pampa sind Gürteltiere, Wölfe, Füchse, Hirsche und verschiedene Greifvögel.
Lamas und Guanacos sind in den kargen Regionen der Anden verbreitete Tierarten. Dort sind auch verschiedene Raubtiere wie die Bergkatze heimisch. Zugvögel wie Flamingos machen an den Salzseen der Region einen Halt.
Ganz im Süden, in Patagonien und Feuerland, ist das Tierleben nicht so vielfältig. Heimisch sind hier unter anderem Pumas und die Hirschart Pudú. An den Küsten Patagoniens leben Pinguine, Seebären und Robben.
Aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.eda.admin.ch.
Im 13. und 14. Jahrhundert breitete sich das Inka-Reich nach Süden aus und nahm um 1450 grosse Teile des Nordwestens von Argentinien ein (heutige Provinz Mendoza). Argentinien wurde im 16. Jahrhundert von den Spaniern aus Peru und vom Atlantik her kolonialisiert.
1776 wurde das Vizekönigreich des Rio de la Plata abgespalten. Die damalige Hauptstadt war bereits Buenos Aires, und neben Argentinien gehörten das heutige Bolivien, Paraguay und Uruguay zum Vizekönigreich.
Nach einem Befreiungskrieg gegen Spanien erlangte Argentinien am 9. Juli 1816 die Unabhängigkeit.
Von 1816 bis 1880 prägten Diktaturen und Bürgerkriege das Land. Von 1880 bis 1912 war die Einwanderungszeit. Vor allem Italiener und Spanier kamen in das Land.
Von 1912 bis 1946 wechselten sich demokratische Regierungen mit Militärdiktaturen ab. 1946 wurde der Offizier Juan Domingo Perón zum Präsidenten gewählt. Er industrialisierte das Land während seiner ersten Regierungszeit (1946 - 1955). Wirtschaftliche Höhen und Tiefen lösten sich ab. 1955 bis 1983 herrschten abwechselnd zivile und Militärregierungen über das Land.
Perón regierte von 1973 bis zu seinem Tod im Juli 1974. Nach seinem Tod wurde seine Ehefrau Isabel Perón Präsidentin. Die folgende Zeit war geprägt von Unruhen und Streiks. 1976 kehrte die Militärdiktatur nach dem Umsturz der Regierung zurück. 1983 kehrte das Land zur Demokratie zurück. Von 1998 bis 2002 gab es erneut eine schwere Wirtschaftskrise. 2003 wurde Néstor Kirchner zum neuen Staatsoberhaupt, 2007 seine Frau Cristina Fernández de Kirchner.
Wie es einer der berühmtesten Tangos so schön sagt, ist Buenos Aires «die weltherrlichste Stadt». Sie besitzt Architektur, Kunst, Musik, Nachtleben und ein unvergleichbares kulturelles Angebot. Die «Porteños» – wie sich die Bewohner von Buenos Aires nennen – sagen über ihre Metropole «Buenos Aires nunca duerme» (Buenos Aires schläft nie).
Kaum etwas ist den Porteños heiliger als ihre Freizeit und die nächtlichen Touren durch die «Boliches», wie sie die unzähligen Bars, Clubs und Kneipen der Stadt nennen. Entsprechend vielfältig präsentiert sich das Angebot für Unternehmungslustige: nostalgische Tangosalons und «Confiterias» für die Traditionalisten, Kinopaläste und Theaterbühnen für Kulturbeflissene, Technoclubs und Rockkonzerte für alle Altersklassen und Einkommensstufen.
Zu den beliebtesten Sportarten gehören Fussball, Rugby, Polo, Tennis und Segeln.

Ob Sport-, Natur- oder Kulturliebhaber – Argentinien bietet für alle etwas!
Gegrillt wird alles, was sich vom Rind, Schaf oder Schwein zubereiten lässt.
Eine typische Vorspeise oder Zwischenmahlzeit sind die Empanadas. Die Teigtaschen sind zum Beispiel mit Schinken und Käse, Hackfleisch oder vegetarisch mit Gemüse gefüllt, und sie werden gebacken oder frittiert serviert.
Aus der Küche der Arbeiterklasse stammen die verschiedenen Eintöpfe Argentiniens. Der Locro besteht hauptsächlich aus Maiskörnern, diversen Wurstarten und Fleischstücken sowie Kürbis. Das typische Mahl des 1. Mai und der Nationalfeiertage ist meist kräftig gewürzt. Der Locro wird vor allem im Norden des Landes zubereitet. In ganz Argentinien beliebt ist der Puchero aus Gemüse und Fleisch (Kartoffeln, Süsskartoffeln, Kürbis, Karotten, Fleisch, Mangold, Eier). Eintöpfe auf Basis von Nudeln oder Reis nennt man Guisos; sie werden meist mit Tomatensauce zubereitet und als Fleischeinlage verwendet man Rind- oder Hähnchenfleisch.
Wie erwähnt ist die italienische Küche in Argentinien sehr verbreitet, was mit dem hohen Anteil italienischer Einwanderer zu tun hat. Nicht alle Gerichte werden aber immer noch nach der traditionellen Art zubereitet. Die klassische argentinische Pizza hat einen grossen Umfang, der Teig und die Beilagenschicht sind dicker als bei der italienischen. Die beliebte Pasta wird in Argentinien oft länger gekocht und nicht al dente gegessen.
Das Nationalgetränk der Argentinier ist der Mate-Tee. Es heisst, er unterbinde das Hungergefühl, und der Koffeingehalt wirkt anregend. Neben dem heissen Mate-Tee gibt es auch kalte Varianten.
Die Weinanbaugebiete des Landes gehören zu den bedeutendsten der Welt. Auch hier hat der Einfluss diverser Einwanderungswellen gewirkt. So haben die angebauten Rebsorten unterschiedliche Quellen und die Reben wurden nicht immer unter dem korrekten Namen importiert, da es zum Teil Verwechslungen gab. Die meisten Weinbaubetriebe findet man in der Provinz Mendoza. Hier werden ca. 70% der argentinischen Weine erzeugt.
Sprachaufenthalt Argentinien Buenos Aires – die Welthauptstadt des Tangos
Buenos Aires – die Welthauptstadt des Tangos
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