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Nepal – das Land im Schatten des Himalajas. Eingekeilt zwischen China und Indien bildet das Land das Herzstück der Himalaja-Bergkette. Nepal ist ein Land der Extreme: von den eisbedeckten Gipfeln geht es über unzählige Höhen- und Vegetationsstufen bis hinunter in die tropischen Tieflagen. Nepal weist nicht nur den grössten Höhenunterschied auf, es ist auch das im Durchschnitt höchst gelegene Land der Erde.
Nepal bietet eine reiche Auswahl an exotischen Gerichten. Das typische nepalesische Essen ist «Dhal Bhat» (Reis, eine gewürzte Linsensosse und Currygemüse). Die meisten Nepalesen ernähren sich von zwei Dhal Bhats am Tag. Die genaue Zubereitung eines Dhal Bhat ist von Region zu Region unterschiedlich. Doch Nepal ist auch berühmt für die vielen Cafés und Kuchenshops. Tee ist ein wichtiges Getränk in Nepal. Dabei werden Teeblätter nach indischer Art meist mit Gewürzen in Milch aufgekocht.
Die Bevölkerung setzt sich aus tibetisch-birmanischen buddhistischen Völkern im Norden und südasiatischen, hinduistischen Völkern im Süden zusammen. Es gibt mehr als 50 verschiedene ethnische Gruppen, die die Bevölkerung Nepals ausmachen. Die unterschiedlichen Gruppen leben in verschiedenen Regionen und haben ihre eigene Kultur und Sprache (oder zumindest deutlich unterscheidbare Dialekte). Die Gesellschaft ist stark dörflich geprägt, doch seit sich das Land 1951 für die übrige Welt geöffnet hat, findet eine intensive Umbruchsphase statt. Doch noch immer ist der Kern des sozialen Lebens die Grossfamilie. Alte Menschen sind sehr geachtet und werden mit Respekt behandelt. Die hinduistische und buddhistische Religion ist ein wichtiger Bestandteil der nepalesischen Kultur. Vor allem in den grösseren Städten gibt es unzählige Museen, Paläste, Tempel und andere religiöse Denkmäler, die von Kulturliebhabern bestaunt werden können.
Vom nepalesischen Tiefland mit dem fruchtbaren Dschungelgebiet bis hin zu alpinen Gebirgslandschaften in einer Höhe von bis zu 8000 Meter gibt es in Nepal unzählige Tier- und Pflanzenwelten. Vegetationsstufen reichen von tropischen Regenwäldern, subtropischen Nadelwäldern und gemässigten Zonen mit Ahornwäldern bis zu Eichenwäldern in den niederen Berglagen. Noch höher wird die Vegetation spärlicher, bis schliesslich Gebirgswüsten überhandnehmen. Zu Nepals Tierwelt gehört das streng geschützte einhörnige Nashorn, Yaks, Elefanten, Bären, Schneeleoparden sowie unzählige Schmetterlings- und Insektenarten.
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Der nepalesische Buddhismus wurde um 200 n.Chr. vom Hinduismus ersetzt. Die eingewanderten Hinduisten führten auch das noch heute gültige Kastensystem ein und läuteten das goldene Zeitalter der nepalesischen Kunst und Architektur ein. Um 879 folgte dann ein sogenannt «dunkles Zeitalter» mit zahlreichen Invasionen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts regierte dann die Shah-Dynastie, bis es mit einem Massaker zu einem Regierungswechsel kam. Daraufhin wurden Nepals Grenzen für über hundert Jahre für Ausländer geschlossen. 1991 führte Nepal schliesslich die ersten demokratischen Wahlen durch.
Der Mount Everest ist wohl die berühmteste Sehenswürdigkeit von Nepal. Doch auch sonst hat das Land viel zu bieten. Naturfreunde können Trekking machen, Kajak fahren, raften, Gleitschirm fliegen und Mountainbike fahren. Im Royal Chitwan Nationalpark (UNESCO Weltnaturerbe) im Süden von Nepal kann man zudem Jungle Walks, Kanufahrten, Safaris oder Elefantenritte machen. Ein etwas entspannenderes Programm beinhaltet spirituelle, medizinische oder Yogakurse in Kathmandu oder die Besichtigung von verschiedenen Tempeln und Klöstern. Die Hauptstadt des Landes, Kathmandu, ist ein bezaubernder Ort mit unzähligen buddhistischen und hinduistischen Tempeln, Schreinen und Palästen. Westlich von Kathmandu, in Swayambhunath, steht der älteste und bedeutendste Buddhatempel des Landes, der unbedingt einen Besuch wert ist, wie auch die Städte Patan und Bhaktapur. Eine der Hauptattraktionen des Landes ist der «Shingha Durbar», ein prunkvoller Palast mit siebzehn Innenhöfen und mehr als 1700 Räumen. |
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