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Chile
Chile
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«El ultimo rincón del mundo» – das Ende der Welt – beschreibt Chile vermutlich am besten: das Cap Hoorn in Südchile bildet den südlichst bewohnten Teil der Erde. Chile erstreckt sich über die unglaubliche Länge von über 4300 Kilometer von Norden nach Süden und beinhaltet deshalb viele verschiedene Klimazonen und Landschaftbilder.
In Chile wird vor allem Fleisch, Reis, Kartoffeln, Obst und Gemüse gegessen. Obwohl es eine so lange Küstenregion gibt, werden Fisch und Meeresfrüchte eher selten gegessen. Typische chilenische Gerichte sind «Pastel del Choclo» (Maisauflauf mit Fleischfüllung), «Empanadas» (Teigtaschen mit Fleisch oder Käse gefüllt) oder «Cazuela» (Eintopf mit Rind oder Huhn, Mais, Reis und Kartoffeln). Da Chilenen gerne und häufig Fleisch essen, trifft man auch häufig auf Grillteller mit verschiedenen Fleischarten. Natürlich gibt es bei einem so grossen Land auch regionale Unterschiede. Um die Hauptstadt Santiago trifft man beispielsweise auf eine stark spanisch-mediterran gepräge Küche, bei der Tapas typisch sind.
Es gibt grosse Unterschiede zwischen der Kultur auf dem Land und der Kultur in den Städten. Auf dem Land spielen Folklore mit traditionellen Tänzen eine wichtige Rolle, sowie das von indianischen Einflüssen gekennzeichnete Kunsthandwerk; vor allem Web- und Töpferarbeiten und Schnitzereien. Die Stadtkultur ist kosmopolitischer geprägt. Im Gegensatz zu den umliegenden Ländern besteht die Bevölkerung zu 90% aus Weissen und Mestizen (Nachkommen von Weissen und indianischen Ureinwohnern), deshalb ist die Kultur vor allem in den Städten europäisch geprägt. Und doch sind chilenische Feste häufig ausgelassener als europäische, da sich die südamerikanische Lebensfreude bei allen Gelegenheiten durchsetzt.
Chile gliedert sich in rund fünf Landschaftsgebiete, die sich durch unterschiedliche Tier- und Pflanzenwelten auszeichnen: Im Norden gibt es Wüsten- und Gebirgsvegetation, Kakteen und Dorngewächse, Lama und Alpakas sowie Raubvögel zu sehen. An der Pazifikküste leben Pelikane und Guanovögel. Weiter im Süden wird die Vegetation wieder dichter und ursprünglicher, sodass manchmal bereits von einem Regenwald gesprochen wird. Viele verschiede Baumarten lassen sich in den dichten Wäldern entdecken, darunter Johannisbrotbäume oder Zimtbäume. In Mittelchile haben Waldtiere wie Pumas, Füchse und Rehe ihre Heimat, sowie Lobeergewächse, Magnolien und Krautpflanzen. In den Seengebieten haben sich zahlreiche Vogelarten wie Falken oder Felsensittiche niedergelassen. An der Küste Patagoniens leben Seelöwen, Pinguine und Raubmöwen, und Grassteppen sind vorherrschend.
Aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.eda.admin.ch.
Um 1480 wurden Nord- und Mittelchile Teil des Inkareichs. Um 1520 begann dann die spanische Kolonisierung; 1541 mit der Gründung der Stadt Santiago de Chile wurde das Reich endgültig Teil des spanischen Kolonialgebietes. 1810 begannen erste Unabhängigkeitskämpfe, 1818 wurde schliesslich die Unabhängigkeit ausgerufen. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zum Salpeterkrieg mit Bolivien und Peru; letzte Streitigkeiten mit Peru wurden erst 1999 ganz beigelegt. Aufgrund des siegreichen Krieges besassen die Chilenen das Monopol auf Salpeter und waren finanziell erfolgreicher als die Nachbarländer Bolivien und Peru. Heute zählt Chile zu den wirtschaftlich stärksten Ländern von Süd- und Mittelamerika.
Chile verfügt über unzählige Sehenswürdigkeiten. Im Norden kann man die Atacama-Wüste besichtigen, die trockenste Wüste der Welt. Der Osten ist von den Anden geprägt. Der kleine Süden wird oft als chilenische Schweiz bezeichnet, da dort ausgedehnte Waldgebiete zum Wandern und Spazieren einladen. Weiter südlich, in Patagonien, gibt es grosse Gletschergebiete. Hier beginnt eine faszinierende Landschaft, die von einer kargen Weite geprägt ist. Chile verfügt über zahlreiche Nationalparks und Reservate, die immer einen Ausflug wert sind. Drei Plätze in Chile gehören zum UNESCO Weltkulturerbe und sind definitiv sehenswert: Der Chiloé Nationalpark und die dort befindlichen Holzkirchen, das historische Viertel der Hafenstadt Valparaiso sowie die Salpeterwerke in der Atacama-Wüste im Norden Chiles.
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