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Namibia liegt im Südwesten Afrikas und grenzt an Angola, Botswana, Südafrika und Simbabwe. Das Land bekam seinen Namen von der Wüste Namib, der ältesten Wüste der Welt – und tatsächlich ist Namibia ein wüstenreiches und karges Land, doch gleichzeitig ist es auch äusserst vielfältig und faszinierend. Namibia bietet grandiose Landschaften, Dornsavannen, Buschland, Palmen sowie eine unglaubliche Weite und Ruhe. Zudem können Besucher in Namibia unzählige Tiere beobachten, die sie sonst nur vom Zoo kennen: Löwen, Elefanten, Zebras und Giraffen sind nur einige Beispiele für die exotische Vielfalt von Namibias Tierwelt.
Traditionelle namibische Gerichte werden oft aus Hirse und Milch zubereitet; doch in der Regel ist die namibische Küche eher fleischhaltig. Das Fleischangebot beinhaltet exotische Sorten wie Straussenfleisch, Zebrafilets oder Krokodilsteaks, aber auch Rind- und Lammfleisch von einheimischen Farmen. Obst und Gemüse gibt es eher weniger, da das Land aufgrund seines Klimas kaum etwas anpflanzen kann. Wegen des historischen deutschen Einflusses sind deutsche Brotsorten in Namibia gang und gäbe. Auch bei den Desserts ist der deutsche Einfluss unverkennbar, beispielsweise gibt es die Schwarzwälder Kirschtorte.
Namibias Bevölkerung setzt sich aus mindestens 11 verschiedenen ethnischen Gruppen zusammen und hat deshalb mehrere kulturelle Strömungen. Noch immer ist jedoch auch der deutsche Einfluss aus der Kolonialzeit spürbar. Namibia hat eine literarische Tradition, doch auch Musik und Tanz sind wichtige Bestandteile der namibischen Kultur. Die frühsten Musiker waren die San, die Tierlaute nachahmten, um Tänze und Geschichten zu begleiten. Später kamen dann immer mehr Instrumente dazu. Doch auch das Kunstwerk ist für die namibische Bevölkerung von grosser Wichtigkeit. Die von Südafrika stammende Township-Kunst, die nüchterne Themen auf eine unbeschwerte Art darstellt, entwickelte sich in Namibia zu einer beliebten Kunstform.
Als erster Staat der Welt hat Namibia den Umweltschutz in der Verfassung verankert. Namibias Flora und Fauna ist so reichhaltig und selten, dass sich dieser Akt definitiv gelohnt hat. Mittlerweile besteht fast 14% der Landesfläche aus staatlichen Parks und Reservaten, um möglichst viele Pflanzen- und Tierarten zu schützen. Namibia lässt sich in 14 unterschiedliche Vegetationszonen unterteilen, u.a. Waldland, Buschsavannen, Wüsten und Halbwüsten. In Namibia wachsen insgesamt mehr als 120 verschiedene Baumarten, und etwa 200 Pflanzenarten kommen nur in Namibia vor. Auch die Wüste lebt: mitten in der Wüste gedeihen und blühen Pflanzen, die sich durch wasserspeichernde Blätter und grosse Wurzelsysteme genügend Feuchtigkeit holen können. In Namibia können Sie ausserdem Tiere beobachten, die Sie zuvor vermutlich noch nie in der freien Wildnis gesehen haben: Breitmaul-Nashörner, Säbelantilopen, Giraffen, Elefanten, Straussen, Puku, Honigdachse oder Löwen.
Aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.eda.admin.ch.
Als eines der letzten Länder Afrikas wurde Namibia von den Europäern kolonialisiert; 1884 wurde es eine Kolonie des deutschen Reiches. Deutsche Siedler kamen und versuchten, die namibische Bevölkerung zu unterwerfen. Zuerst handelte man in friedlicher Weise Verträge aus, doch schliesslich erkannte die indigene Bevölkerung die Gefahr der deutschen Kolonisierer und es begann eine militärische Auseinandersetzung, die 1908 mit der Unterwerfung der namibischen Bevölkerung endete. Im ersten Weltkrieg wurde das Gebiet von Südafrika besetzt. 1966 wollte die UNO Namibia als freies Land erklären, doch Südafrika weigerte sich, diese Entscheidung anzuerkennen. Es gab wieder militärische Auseinandersetzungen, bis Namibia 1990 schliesslich unabhängig wurde und eine demokratische Verfassung bekam.
Vor allem die vielen Nationalparks sind Sehenswürdigkeiten, die unbedingt eine Reise wert sind. Unzählige Safaris werden angeboten, um die faszinierenden Landschaften zu erkunden. Auch in die Namib-Wüste lohnt sich ein Ausflug, bei dem man Dünen mit einer Höhe von mehreren hundert Metern bestaunen kann. Besonders für Trekking- und Velofreunde ist auch der Fischfluss Canyon sehr interessant, da dieser für unzählige Touren genutzt werden kann. Auch für Archäologieinteressierte gibt es in Namibia genügend zu entdecken: In Ai-Ais gibt es beispielsweise imposante Relikte aus dem Beginn der Menschheitsgeschichte. |
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